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(Schluss von Seite 1) 10. Das Entgegenkommen des Bankiers
“—
Wie können wir Ihnen 1620 DM bringen, wenn es nur 1500 DM auf der
ganzen Insel gibt? —
Das nennt man den Zins, meine guten Freunde. Hat sich Ihre Produktion
nicht erhöht? —
Doch, aber das Geld hat sich nicht vermehrt. Und Sie verlangen ja gerade
das Geld, und keine Produkte. Sie allein können Geld herstellen. Aber
Sie drucken nur 1500 DM und verlangen von uns 1620 DM. Das ist unmöglich!
—
Warten Sie doch, meine Freunde! Die Bankiers fügen sich immer den
Umstanden, um den Kunden entgegenzukommen... Ich verlange nur die Zinsen
von Ihnen. Nur 120 DM. Sie werden das Kapital weiterbehalten.
—
Sie erlassen uns unsere Schuld?
—
Nein. Leider erlässt ein Bankier nie eine Schuld. Sie bleiben mir das
ganze Ihnen ausgeliehene Geld schuldig. Sie zahlen mir jedes Jahr nur
die Zinsen, ich werde Sie nicht zur Rückerstattung des Kapitals drängen.
Einige unter Ihnen werden vielleicht nicht mal die Zinsen zahlen können,
weil das Geld von einem zum anderen geht. Richten sie sich doch zu einer
Nation ein und kommen Sie über ein Kollektionssystem überein. Das
nennt man besteuern. Sie können die, die mehr Geld haben, mit einer größeren
Steuer belegen. Sofern Sie mir den Gesamtbetrag der Zinsen geben, bin
ich zufrieden und Ihrer Nation wird es gut gehen.”
Unsere fünf Freunde ziehen sich fast beruhigt aber nachdenklich zurück. 11. Martin Ekstase
Ich
könnte ein Universum regieren. Was ich hier tue, könnte ich, Martin,
auf der ganzen Welt tun. Wenn ich eines Tages von dieser Insel wegkommen
sollte, weiß ich, wie ich die Welt — ohne einen Zepter zu halten —
regieren kann. So setzt sich die ganze Struktur des Bankssystems in Martins erfreuten Geist fest. 12. Krise wegen des teuren Lebens
Diejenigen,
die die meisten Steuer zahlen, schimpfen auf die anderen und treiben zur
Entschädigung ihre Preise in die Höhe. Die ärmeren. die keine Steuer
bezahlen, schimpfen auf die hohen Lebenskosten und kaufen weniger.
Die
Stimmung sinkt, die Lebensfreude vergeht. Man empfindet keine Freude
mehr an der Arbeit. Wozu auch? Die Produkte verkaufen sich schlecht;
werden sie verkauft, müssen Steuern an Martin abgegeben werden. Man
enthält sich. Es ist die Zeit der Krise. Jeder beschuldigt seinen
Nachbarn, nicht genügend Tugenden zu haben und des teuren Lebens
schuldig zu sein. Eines
Tages denkt Heinrich in seinem Obstgarten über die Lage nach und findet,
dass der "Fortschritt", der durch das Währungssystem des
Bankiers gebracht wurde, alles auf der Insel verdorben hat. Sicherlich
haben die fünf Männer ihre Fehler; aber Martins System enthält das
Schlechteste, was die Menschheit verbirgt.
Heinrich
entschließt sich, seine Kumpels zu überzeugen und zu vereinen. Er fängt
bei Jakob an, wo er sein Ziel rasch erreicht: "Eh! sagt Jakob, ich
bin kein gelernter Mann, aber ich fühle es schon lange: das System
dieses Bankiers ist fauler als der Misthaufen meines Stalls vom letzten
Jahr." Er
gewinnt sie alle, einer nach dem anderen und eine weitere Unterredung
mit Martin wird abgemacht. 13. Beim Kettenschmied
“—
Dieses Geld ist etwas Seltenes auf dieser Insel, Herr Martin, weil Sie
es uns wegnehmen. Wir zahlen und zahlen und sind Ihnen noch ebenso
schuldig wie am Anfang. Wir arbeiten, die Erde ist dadurch sehr schön
geworden, aber unsere Lage ist schlimmer als vor Ihrer Ankunft. Schulden!
Schulden! Schulden bis über den Kopf!
—
Aber, aber meine Freunde! Denken Sie doch mal nach. Ihre Erde ist nur
dank meiner Anwesenheit so schön. Ein gutes Währungssystem ist der
beste Besitzstand eines Landes. Um daraus Nutzen zu ziehen, muss man zunächst
Vertrauen zum Bankier haben. Kommen Sie zu mir wie zu einem Vater. Sie
wollen mehr Geld! Gut. Mein Gold ist sehr viel mehr als 300 DM... Ich
werde Ihr neues Eigentum mit einer Hypothek belasten und Ihnen sofort
weitere 1500 DM leihen. —
Zweimal mehr Schulden ? Jedes Jahr zweimal soviel Zinsen bezahlen, ohne
aufzuhören ? —
Ja, aber ich werde Ihnen noch mehr leihen, solange Sie Ihre Bodenschätze
entwickeln; und Sie werden mir immer nur die Zinsen zurückzahlen. Sie
werden die Geldaufnahmen anhäufen, was Sie die unkündbare Schuld
nennen werden Schuld, die jedes Jahr größer sein wird. Aber Ihr Gehalt
wird auch höher sein. Dank meiner Darlehensschulden wird sich Ihr Land
entwickeln. —
Das bedeutet, je mehr wir erzeugen werden, desto mehr wird unsere
Gesamtschuld steigen ? — Genau wie in allen zivilisierten Ländern. Die Staatsschuld ist ein Barometer des Wohlstands. 14. Der Wolf frisst die Lämmer
—
Meine Herren, jedes gesunde Zahlungsmittel muss nach dem Gold berechnet
werden und als Schuld aus der Bank kommen. Die Staatsschuld ist eine
gute Sache: sie setzt die Regierungen unter die in dem Bankier verkörperte
Weisheit. Als Bankier bin ich eine Fackel der Zivilisation in Ihrer
Insel. —
Herr Martin, wir sind keine gelehrten Menschen, aber wir wollen keine
solche Zivilisation hier, Wir werden keinen Pfennig mehr von Ihnen
annehmen. Gesundes oder ungesundes Geld, wir wollen nichts mehr mit
Ihnen zu tun haben. —
Ich bedaure diese ungeschickte Entscheidung, meine Herren. Wenn Sie sich
von mir trennen wollen, ich habe Ihre Unterschriften. Erstatten Sie mir
sofort das Kapital und die Zinsen.
—
Das ist unmöglich, Herr Martin. Wenn wir Ihnen auch das ganze Geld der
Insel geben würden, wären wir nicht quitt.
— Da kann ich nichts dafür. Haben Sie unterschrieben, ja oder nein ? Ja ? Also ergreife ich hiermit Ihr gesamtes verpfändetes Eigentum auf Grund der Heiligkeit der Verträge, so wie es zu jener Zeit vereinbart wurde, in der Sie so froh waren, mich zu kennen. Wenn Sie der Übermacht des Geldes nicht freiwillig dienen wollen, dann werden Sie es widerwillig tun. Sie werden die Insel weiter bewirtschaften, aber für mich und unter meiner Bedingungen. Gehen Sie jetzt. Ich werde Ihnen morgen meine Befehle erteilen.” 15. Die Kontrolle der Zeitungen
Martin
hat bemerkt, dass von den fünf Inselbewohner zwei konservativ und drei
liberal sind. Das kommt zum Vorschein, wenn die fünf abends miteinander
sprechen, hauptsächlich seitdem sie seine Sklaven geworden sind. Zwischen
den Blauen und den Roten beginnen Streitereien. Von
Zeit zu Zeit schlägt Heinrich eine Volkmacht vor, um die führenden Männer
unter Druck zu setzen... Eine gefährliche Macht für jede Diktatur.
Martin wird sich daher bemühen, ihre politische Uneinigkeit so gut wie
möglich zu vergrößern. Er benutzt seine kleine Presse und lässt zwei
Wochenzeitungen erscheinen: "Die Sonne" für die Roten,
"Der Stern" für die Blauen. "Die
Sonne" sagt im wesentlichen: wenn Sie nicht mehr Herr bei Ihnen
sind, sind die zurückgebliebenen Blauen, die immer hinter dickem Gewinn
her sind, daran Schuld. "Der
Stern" sagt im wesentlichem: Ihre Staatsschuld ist das Werk dieser
verfluchten Roten, die immer auf politischen Abenteuer aus sind.
Deshalb zanken sich unsere zwei politischen Fraktionen noch mehr und vergessen dabei den wahren Kettenschmiede den Geldverwalter Martin. 16. Ein wertvolles Wrack
Er
öffnet die Kiste: Sie enthält Wäsche und einige Kleinigkeiten. Aber
Thomas Aufmerksamkeit fällt auf ein Bildband, das nicht allzusehr unter
der Fahrt gelitten hat und dessen Titel "Erstes Jahr von Vers
Demain" lautet. Neugierig
setzt sich unser Mann hin und öffnet das Band. Er liest, verschlingt es
und erstrahlt: "—Genau
das hätten wir schon lange wissen müssen", ruft er. "—
Das Geld zieht seinen Wert überhaupt nicht aus dem Gold, sondern aus
den Produkten, die mit Geld gekauft werden können.
Geld
kann ein einfaches Rechnungswesen sein, in dem die Kredite je nach Ein-
und Verkaufen von einem Konto zum anderen überwiesen werden. Der
Gesamtbetrag des Geldes in Zusammenhang mit der ganzen Produktion.
Jede
Produktionssteigerung muss einer gleichwertigen Gelderhöhung
entsprechen... Nie keine Zinsen auf frisch entstandenes Geld bezahlen...
Der Fortschritt entspräche nicht einer Staatsschuld, sondern einer
Dividende, die für alle gleich wäre... Die Preise wären der Kaufkraft
durch einen Preiskoeffizienten angewiesen. Der soziale Kredit..."
Thomas hält es nicht mehr aus. Er steht auf und läuft zu seinen vier Freunden, um ihnen über seine erstaunliche Entdeckung zu berichten. 17. Geld, ein einfaches Rechnungswesen
"Das
sagt er, hätten wir schon lange tun können, ohne den Bankier, ohne
Gold, ohne Unterschrift, ohne Schuld.
Ich
eröffne ein Konto im Namen eines Jeden von euch. Rechts, der Kredit,
was dem Konto gutgeschrieben wird, links, das Schuldenkonto, mit dem das
Konto belastet wird. Wir
wollen für jeden 300 DM um anzufangen. Beschließen wir einfach
zusammen, 300 DM auf jedes Konto gutzuschreiben. Jeder besitzt sofort
300 DM. Franz
kauft bei Paul Produkte für 15 DM. Ich ziehe 15 DM bei Franz ab, es
bleiben ihm 285 DM Ich schreibe Paul 15 DM gut, er besitzt jetzt 315 DM. Jakob
kauft bei Paul für 12 DM ein. Ich ziehe 12 DM bei Jakob ab, er behält
288 DM. Paul besitzt dann 327 DM.
Paul
kauft bei Franz für 22 DM ein. Ich ziehe bei Paul 22 DM ab, es bleiben
ihm 305 DM; ich schreibe Franz 22 DM gut, ihm stehen also 307 DM zur
Verfügung, usw. Von einem Konto zum anderen geht es weiter, genau wie
Banknoten von einer Tasche zur anderen wandern.
Braucht
einer unter uns Geld, um seine Produktion zu steigern, eröffnen wir mit
ihm den nötigen Kredit, ohne Zinsen. Er zahlt den Kredit zurück,
sobald er seine Produktion verkauft hat.
Das gilt auch für die öffentlichen Bauarbeiten. Wir schreiben auch regelmäßig jedem Konto eine zusätzliche Summe gut, ohne jemandem etwas abzuziehen, was dem sozialen Fortschritt entspricht. Das ist die nationale Dividende. Das Geld ist daher ein Dienstinstrument. 18. Die Verzweiflung des Bankiers
"Herr
Martin, Sie haben uns ohne Grund verschuldet und ausgenutzt. Wir
brauchen Sie nicht mehr, um unser Währungssystem zu verwalten. Wir
werden von nun an alles Geld haben, das wir brauchen, ohne Gold, ohne
Schulden, ohne Dieb. Wir führen sofort das System des Sozialen Kredits
auf der Insel ein. Die nationale Dividende wird die Staatsschuld
ersetzen. Wenn
Sie auf die Rückzahlung bestehen, können wir Ihnen das ganze Geld, das
Sie für uns gemacht haben, zurückgeben, aber mehr nicht. Sie können
nicht etwas verlangen, was Sie gar nicht hergegeben haben."
Martin ist verzweifelt. Sein aufgebautes Reich bricht zusammen, Die fünf Männer haben alles verstanden. "Was nun ? Sie um Entschuldigung bitten? Werden, wie sie? Ich, ein Bankier?... Nein. Eher werde ich versuchen, ohne sie anzukommen und abseits von ihnen zu leben." 19. Der enthüllte Betrug
Daher
der gesamte Inventar: die Schaluppe, die kleine Presse und... das berühmte
Fass. Martin
musste den Ort angeben und das Fass wurde ausgegraben. Unsere Männer
ziehen es aus dem Loch mit viel weniger Respekt diesmal. Der Soziale
Kredit hat sie gelehrt, den Fetisch Gold zu verachten.
Während
der Schürfer das Fass hochhebt, denkt er, dass es für Gold nicht sehr
schwer sei. "Ich bezweifle sehr, daß dieses Fass voll Gold ist"
sagt er. Der
stürmische Franz zögert nicht länger. Ein Axtschlag und das Fass gibt
seinen Inhalt preis: kein Gramm Gold darin. Felsbrocken! Lauter wertlose,
gewöhnliche Steine! Unsere Männer können es nicht fassen.
"-
Wenn man bedenkt, dass er uns so irregeführt hat, der Schuft! Mussten
wir auch blöd sein, um vor dem Wort GOLD in Ekstase zu geraten! -
Wenn man bedenkt, dass wir ihm unser ganzes Eigentum verpfändet haben,
wegen paar Papierfetzen. die auf vier Schaufeln Steinen beruhten. Ein
Dieb und zugleich ein Lügner! -
Wenn man bedenkt, dass wir böse miteinander waren und uns monatelang
wegen solch einem Betrug gehasst haben ! Zum Teufel mit ihm!"
Franz hatte kaum seine Axt gehoben, da lief der Bankier so schnell er konnte in den Wald hinein.
Von der Parabel zur Wirklichkeit Das System “Schulden-Geld”
Das
System Schulden-Geld, das von Martin auf der Insel der Schiffbrüchigen
eingeführt wurde, brachte die kleine Gemeinschaft dazu, sich finanziell
zu verschulden, während sie durch ihre Arbeit zur Entwicklung und
Bereicherung der Insel beitrug. Ist
das nicht genau, was in den zivilisierten Ländern geschieht? Heutzutage
ist Deutschland bestimmt reicher an echtem Reichtum als vor 50 oder 100
Jahren oder zur Zeit der Pioniere. Vergleichen Sie nun die Staatsschuld,
die Summe all seiner öffentlichen Schulden, mit der Summe vor 50, 100
oder 700 Jahren! Und
doch hat genau diese deutsche Bevölkerung im Verlauf der Jahre den
Reichtum zustandegebracht. Wieso sollte man sie dann für den Erfolg
ihrer Arbeit verschulden lassen? Betrachten
Sie zum Beispiel den Fall der Schulen, der städtischen Wasserleitungen,
der Brücken, der Strassen und der anderen öffentlichen Bauarbeiten.
Wer baut sie? Erbauer des Landes. Wer liefert das Material? Fabrikanten
des Landes. Und warum können sie solche Bauarbeiten unternehmen? Weil
andere Arbeiter für sie Nahrung, Kleider und Schuhe herstellen, oder
Dienste leisten, die die Erbauer und Werkstoffshersteller verwenden können.
Daher
versteht es sich, dass die gesamte Bevölkerung durch ihre vielfältige
Arbeit all diese Reichtümer produziert. Lässt sie Waren aus dem
Ausland kommen, dann nur als Gegenleistung für die Produkte, die sie
ins Ausland ausführt. Was stellen wir fest? Überall belegt man die Bürger mit einer Steuer, um diese Schulen, Krankenhäuser, Brücken, Strassen und andere Bauarbeiten zu bezahlen. Man lässt also die Bevölkerung gemeisam für das zahlen, was sie erzeugt hat. Mehr als den Preis bezahlen Und
hier hört es noch nicht auf. Die Bevölkerung muss mehr als den Preis für
das, was sie selbst produziert hat, bezahlen. Ihre Produktion, die wahre
Bereichung, wird für sie zu einer mit Zinsen belasteten Schuld. Im
Lauf der Jahre kann die Summe der Zinsen dem Betrag der durch das System
aufgedrängten Schuld gleichkommen oder sogar überschreiten. Es
geschieht auch, dass die Bevölkerung 2 oder 3 Mal den Preis von dem,
was sie selbst erzeugt hat, bezahlen muss. Außer
den Staatsschulden gibt es auch Schulden der Industrie, die ebenfalls
auf Zinsen belastet sind. Sie zwingen den Industriellen, den Unternehmer
seine Preise zu erhöhen, um das Kapital und die Zinsen erstatten zu können,
andernfalls würde er in Konkurs geraten. Ob Staatsschulden oder industrielle Schulden, das Volk muss immer alles dem Finanzsystem zahlen: Steuer, wenn es sich um die Staatsschuld handelt, Preise, wenn es sich um die industriellen Schulden handelt. Die Preise schwellen an, während die Steuern den Geldbeutel leeren. Ein tyrannisches System Das
alles und auch andere Dinge bestimmen ein Währungssystem, ein
Finanzsystem, das Befehle gibt anstatt zu dienen, und die Bevölkerung
beherrscht - wie Martin die Männer der Insel beherrschte, bevor sie
sich gegen ihn erhoben. Was
geschieht, wenn die Geldkontrolleure sich weigern, zu leihen, oder wenn
sie den Unternehmen und den öffentlichen Firmen zu hohe Bedingungen
stellen ? Es geschieht, dass die öffentlichen Firmen dringende Baupläne
aufgeben; es geschieht, dass die Unternehmer auf Entwicklungen oder
Herstellungen, die jedoch ihrem Bedarf entsprechen würden, verzichten.
Und das wegen der Arbeitslosigkeit. Um zu verhindern, dass die
Arbeitslosen ganz sterben, muss man diejenigen mit einer Steuer belasten,
die noch etwas besitzen oder ein Einkommen haben. Kann man sich ein schlimmeres System ausdenken, dessen Hexerei sich auf ein ganzes Volk auswirkt? Ein Hindernis zur Verteilung Das
ist noch nicht alles. Das Währungssystem ist ein schlechtes finanzielles, die
Produkte austeilendes Instrument außer der Verschuldung der Produktion, die
es finanziert, zu verschulden oder diejenige, die es verweigert zu finanzieren,
lahmzulegen. Wenn auch alle Geschäfte und Lager voll sind, wenn man auch alles besitzt, um die Produktion noch mehr zu steigern, die Verteilung der Produkte bleibt rationiert. Man
muss tatsächlich die Waren, die man erhalten will, bezahlen. Um eine
Menge Waren einzukaufen, braucht man eine Menge Geld in den Geldbeuteln.
Das ist aber nicht der Fall. Das System gibt den Produkten immer mehr
Wert, als dass es Geld in die Beutel des Volkes steckt, das diese Waren
benötigt Die Fähigkeit zu bezahlen entspricht nicht der Fähigkeit zu erzeugen. Die Finanz stimmt nicht mit der Wirklichkeit überein. Die Wirklichkeit ist eine reichliche und einfach zu erzeugende Ware. Die Finanz ist rationiertes und schlecht zu erhaltenes Geld. Verbessern, was verdorben ist Das aktuelle Geldsystem ist also wirklich ein Strafsystem, anstatt ein Dienstsystem zu sein. Das bedeutet nicht, dass er beseitigt, sondern verbessert werden muss. Das könnte sehr gut getan werden, wenn man die finanziellen Prinzipien, die unter dem Namen des "Sozialen Kredits" bekannt sind, anwenden wurde. (Man muss ihn nicht mit der politischen Partei verwechseln, die auf heuchlerischer Weise den gleichen Namen trägt.) Der Soziale Kredit Das
Geld der Wirklichkeit angemessen Martins
Geld hatte auf der Insel der Schiffbrüchigen keinen Wert gehabt, wenn
es keine Produkte' darauf gegeben hätte. Auch wenn sein Fass wirklich
mit Gold gefüllt gewesen wäre, was hätte man mit Gold auf einer Insel
ohne Produkte kaufen können ? Gold, Papiergeld oder irgendwelche
Zahlenbeträge in Martins Buch hatten niemanden nähren können, wenn es
keine Nahrungsmittel gegeben hätte. Das gilt auch für die Kleidung und
den Rest. Aber
es gab Produkte auf der Insel. Diese Produkte stammen aus den
Naturquellen und der Arbeit der kleinen Gemeinschaft. Der wahre Reichtum,
der allein dem Geld seinen Wert gegeben hat, war das Eigentum der
Bewohner der Insel, und nicht der ausschließliche Besitz des Bankiers
Martin. Martin
hat sie für das, was sie besaßen, in Schulden gestürzt. Sie haben es
verstanden, als sie den Sozialen Kredit lasen. Sie haben verstanden,
dass das ganze Geld, der finanzielle Kredit, nach dem
Gesellschaftskredit selbst berechnet wird, und nicht nach dem Geldgeschäft
des Bankiers. Das Geld sollte ihr Eigentum sein in dem Moment, in dem es
gedruckt wurde; also hätte der Bankier es ihnen geben, verteilen sollen,
wenn es dann auch von den Einen zu den Anderen je nach der Produktion
wandern sollte. Die
Geldfrage wurde von da an für sie, was sie in Wirklichkeit ist: eine
Buchhaltungsfrage. Das
erste, was von einer Buchhaltung verlangt wird, ist die Genauigkeit, die
Übereinstimmung mit dem, was sie ausdrückt. Das Geld muss mit der
Produktion oder der Vernichtung des Reichtums übereinstimmen. Die
Schwankungen des Reichtums kontrollieren: Reiche Produktion, viel Geld;
leichte Produktion, leicht erworbenes Geld; automatische Produktion,
automatisch verdientes Geld; Gebührenfreiheit in der Produktion, Gebührenfreiheit
im Geld. Das
Geld für die Produktion Das
Geld muss im Dienst der Hersteller stehen, sobald sie es brauchen, um
die Produktionsmittel zu mobilisieren. Das
ist möglich, da es von einem Tag zum anderen zustande kam, sobald der
Krieg 1939 erklärt wurde. Das Geld, das seit 10 Jahren überall fehlte,
ist plötzlich gekommen; und während den 6 Kriegsjahren gab es kein
Geldproblem mehr für die Finanzierung der ganzen möglichen und
erforderlichen Produktion. Das
Geld kann also und muss sogar im Dienst der Staats - und
Privatproduktion stehen, mit der gleichen Treue, mit der es im Dienst
der Kriegsproduktion stand. Alles, was menschlich möglich ist, um die
berechtigten Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen, soll
finanziell möglich gemacht werden. Das
wäre das Ende der Alpträume der öffentlichen Körperschaften. Es wäre
auch das Ende der Arbeitslosigkeit und ihrer Entbehrungen, solange es
noch Produkte zu erzeugen gibt, um die öffentlichen und privaten Bedürfnisse
der Bevölkerung zu befriedigen. Dividende
für jeden Der
Soziale Kredit empfiehlt die Verteilung einer periodischen Dividende an
alle. Sagen wir eine Geldsumme, die jeden Monat allen Leuten in Abhängigkeit
ihrer Arbeit gegeben wird - genau wie die Dividende, die dem
Kapitalisten überwiesen wird, auch wenn er nicht persönlich arbeitet. Man
erkennt, dass der Kapitalist, der Geld in ein Unternehmen investiert,
das Recht auf ein Einkommen hat; man nennt es Dividende. Andere Personen
benützen sein Kapital und werden dafür durch Löhne ausgezahlt. Dennoch
zieht der Kapitalist sein Einkommen von der einzigen Anwesenheit seines
Kapitals im Unternehmen. Wenn er persönlich dort arbeitet, dann bezieht
er zwei Einkommen: einen Lohn für seine Arbeit und eine Dividende für
sein Kapital. Der
Soziale Kredit betrachtet alle Glieder der Gesellschaft als Kapitalisten.
Alle besitzen gemeinsam ein wahres Kapital, das der modernen Produktion
viel mehr beiträgt als das Geld-Kapital oder die individuelle Arbeit
der Angestellten. Was
ist das für ein Gemeinschaftskapital? Es
gibt zuerst die Naturprodukte des Landes, die niemand erzeugt hat, aber
eine Gabe Gottes für die Bewohner dieses Landes sind. Dann
gibt es die Gesamtheit des Wissens, der Erfindungen, Entdeckungen,
Verbesserungen in den Techniken der Produktion, all dieser erworbene,
angesammelte, vermehrte und von einer Generation zur nächsten übermittelte
Fortschritt. Die gemeinsame, von den vergangenen Generationen erhaltene
Erbschaft wird von unserer Generation benützt und noch mehr entwickelt,
um sie der nächsten weiterzugehen. Sie ist nicht der exklusive Besitz
einer Person, sondern ein Gesellschaftsgut. Da
haben wir den größten Faktor der modernen Produktion. Beseitigen wir
nun mal die Antriebskraft des Dampfes, der Elektrizität, des Erdöls -
Erfindungen der letzten 3 Jahrhunderte - und raten Sie, was mit der
Gesamtproduktion geschehen würde, auch mit viel mehr Arbeit und längeren
Stunden für die ganze Arbeiterbelegschaft des Landes. Natürlich
brauchen wir auch Hersteller, die einen Gewinn aus diesem Kapital ziehen
und durch ihre Löhne dafür bezahlt werden. Das Kapital selbst muss
jedoch seinen Besitzern, d.h. allen Staatsbürgern, die ebenso Miterben
der vergangenen
Generationen sind, Dividende bringen. Da
dieses Gesellschaftskapital der größte Faktor der modernen Produktion
ist, sollte die Dividende fähig sein, jedem mindestens das zu
verschaffen, was er am nötigsten braucht. Außerdem sollte der durch
die Dividende gegebene Anteil immer größer werden, während die
Mechanisierung, die Motorisierung und die Automation in der Produktion
einen immer größeren Platz einnehmen, mit immer weniger mühsamer
menschlicher Arbeit. Das
ist eine ganz verschiedene Art, sich die Verteilung der Reichtümer
vorzustellen, als die heute angewandte. Anstatt die Leute und die
Familien in einer düsteren Not zu lassen oder diejenigen mit einer
Steuer zu belasten, die verdienen, um den in der Produktion nicht mehr
notwendigen Leuten zu helfen, wären sich alle ein Grundeinkommen durch
die Dividende sicher. Eine bessere Verteilung an der Quelle. Das
wäre gleichzeitig ein den großen, modernen, gewinnbringenden Möglichkeiten
gut angepasstes Mittel, das Rech für alle Menschen die materiellen Güter
benutzen zu können. Ein Recht, das jeder Person auf Grund ihrer Existenz
zugute kommen soll. Ein wesentliches und unantastbares Recht, an das
Pius XII. in seiner historischen Radioansprache vom 1. Juni 1941
erinnert hat: "Die
von Gott erzeugten Güter sind für alle Menschen da und müssen allen
nach dem Prinzip der Gerechtigkeit und Nächstenliebe zur Verfügung
stehen. Jeder Mensch, ein mit Verstand begabtes Lebewesen, hat sein
Grundrecht, die materiellen Erdgüter zu verwenden, eigentlich von der
Natur... Ein solches individuelles Recht konnte auf keinerlei Weise
unterdrückt werden, nicht einmal durch die Ausübung von anderen
bestimmten und durch die materiellen Güter anerkannten Rechte." Eine
Dividende für alle und einen jeden: das ist die glänzenste,
wirtschaftliche und soziale Formel, die je einer Welt vorgeschlagen
wurde, deren Problem nicht die Produktion sondern die Verteilung der
Produkte ist. Nicht
durch eine politische Partei Zahlreiche
Leute sehen im Sozialen Kredit von Douglas den vollkommensten Vorschlag,
der reichen modernen Wirtschaft zu dienen und die Produkte allen zur
Verfügung zu stellen. Jetzt
muss diese Vorstellung der Wirtschaft nur noch die Oberhand gewinnen,
damit sie in die Tat umgesetzt werden kann. Leider
haben manche Politiker in Kanada die beiden Wörter "Sozialer
Kredit" mißbraucht, indem sie sie dafür benutzt haben, eine
politische Partei danach zu benennen. Politische
Partei und Sozialer Kredit sind von ihrer Natur, ihrem Ziel, ihrem
Prinzip und ihrem Sinn her zwei einander ausschließende Dinge. Die
Grundsätze des Sozialen Kredits ruhen auf einer Philosophie. Und diese
Philosophie gibt der Einzelperson den Vorzug vor der Gruppe, vor den
Instituten und sogar vor der Regierung. Jede Tätigkeit, die im Namen
des echten Sozialen Kredits ausgeübt wird, muss im Dienst der Personen
ausgeübt werden. Im
Gegensatz dazu will der Soziale Kredit die Macht an alle austeilen: die
Wirtschaftsmacht durch eine periodische Dividende, die es jeder
Einzelperson ermöglicht, der Landesproduktion Aufträge zu erteilen;
die politische Macht, indem der Staat und die Regierungen in allen
Stufen zum Besitz der Menschen werden, und nicht die Menschen zum Besitz
des Staates. Die
politischen Parteien sind an der Regierung interessiert, während der
wahre Kreditist an der Einzelperson Interesse hat. Die
Politik der Parteien besteht darin, die Bürger dazu zu bringen auf ihre
private Verantwortung zu verzichten, da die Parteien die Wahlen in Auge
haben, d.h. eine Handlung von eine paar Sekunden, die der hinter einem
Vorhang versteckte Bürger ausführt, nachdem er vier Wochen lang das
Wahlragout gekostet hat. Jede
politische Partei trägt zu der Auseinandersetzung des Volkes, bei da
die Parteien gegeneinander kämpfen, um die Macht erhalten zu können.
Aber jede Auseinandersetzung schwächt. Ein geteiltes, geschwächtes
Volk wird schlecht bedient. Die
Lehre des Sozialen Kredits dagegen macht die Bürger des wichtigsten,
gemeinsamen Strebens bewusst. Eine echte Bewegung des Sozialen Kredits
lehrt den Bürgern, sich für die Anforderungen zu einigen, und wenn nötig,
die Regierung unter einen gewissen Druck zu setzen, welche Gruppe auch
am Ruder ist. Deshalb
rät die Zeitung "Vers Demain", aus der diese 8 Seiten gezogen
sind, auf die Politik, einen Druck des außerhalb der Parlamente
versammelten Volkes auszuüben, das die Regierungen beeinflussen muss,
damit die vom Volk auserwählten Abgeordneten die Gesetze im Sinne des
Sozialen Kredits erlassen. Damit
große Ideen wie die schöne Wirtschaftsvorstellung des Sozialen Kredits
siegen, brauchen wir keine nach Ruhm und Geld gierigen Politiker,
sondern Apostel, die sich ohne Berechnung hingeben, indem sie nur den
Sieg der Wahrheit und eine bessere Welt für alle beabsichtigen; auf
alle irdische Belohnungen verzichtende Apostel, die sich auf Gott
verlassen und für die unternommene Sache und den Rest ihr Möglichstes
tun. Die
Zeitung "Vers Demain" arbeitet daran, solche Apostel
auszubilden. Die Zeitung "Vers Demain" offenbart ihre Ziele,
ihre Tätigkeiten und ihre Vorgangsweise. Louis EVEN Die
Pilgrims von Str. Michael Die Pilgrims von Str. Michael wurden in Kanada 1939 von Louis Even und Gilberte Côté-Mercier gegründet, um die Entwicklung einer besseren Welt, eine christlichere Gesellschaft, durch die Diffusion (Zerstäubung) und die Implementierung des Unterrichts der römisch-katholischen Kirche, im Sektor der Gesellschaft, besonders das ökonomische Feld überhaupt zu fördern. Zu diesem Zweck veröffentlichen sie ein Journal, das Michael benannt wird. (A Version auf französisch, benannt Vers Demain., besteht seit 1939; die Version auf englisch fing 1953 und eine Version im Poliermittel an, auch genannt Michael. wird seit 1999. veröffentlicht) Außerdem drucken die Pilgrims und verteilen jedes Jahr in jedem Kontinent das Äquivalent von 30 Millionen der freien offprints 4-page, übersetzt in mehr als acht Sprachen. Michael/Vers Demain Ein
Journal der katholischen Patrioten für das Königreich von Christus und
von Marien in den Seelen, in den Familien und in den Ländern. Für
eine Sozialgutschrift-Wirtschaft mit dem Unterricht der Kirche durch die
aufmerksame Tätigkeit der Köpfe der Familien und nicht durch
politische Beteiligte Sehen Sie auch: Die Geldmacht liegt in den Banken |